Biographie

Deutsch - English



Die deutsche Sopranistin Joo-Anne Bitter gilt heute vor allem im jugendlichen Wagnerfach als Idealbesetzung. Ihren von Presse und Publikum gefeierten Rollendebüts der Elsa im Lohengrin und  Eva in Die Meistersinger von Nürnberg (Dirigat Gustav Kuhn) bei den Tiroler Festspielen Erl in Österreich und Tourneen nach China folgt nun in der kommenden Saison die Elisabeth in Tannhäuser am Stadttheater Klagenfurt. 

Diese Erfolge hat sich Joo-Anne Bitter konsequent erarbeitet: Parallel zu ihrem Studium der Musikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München verfolgte Joo-Anne Bitter zielstrebig ihren Traum einer professionellen Gesangskarriere und studierte privat in Wien und Italien bei KS Gertrud Ottenthal und Antonio Carangelo Gesang. Nach ihrem Magisterabschluss arbeitete sie zunächst als PR-Beraterin und Kommunikations-Coach, bevor sie der Erfolg ihres Donna Anna-Debuts in Mozarts Don Giovanni an der Hamburger Kammeroper ermutigte, sich vollends ihrem künstlerischen Talent zu widmen. Ihr Debut beim Opera Festival Mauritius als Leïla in Bizets Die Perlenfischer und ihre ersten Gastengagements bei den Tiroler Festspielen in Erl mit den Partien der Freia (Rheingold / Wagner) und 3. Norne (Die Götterdämmerung / Wagner) bestätigten ihre Entscheidung.

Inzwischen kann man Joo-Anne Bitter regelmäßig als Gast an namhaften Opernhäusern und bei ihrer umfassenden internationalen Konzerttätigkeit erleben. Bereits im Frühjahr 2017 war sie in der Welturaufführung von Avner Dormans Wahnfried mit der Partie der Eva Chamberlain am Badischen Staatstheater Karlsruhe zu sehen wo sie in der vorigen Spielzeit auch die Partien der Anna Chamberlain und der Isolde Wagner sowie die Krimhild in Oscar Straus’ Operette Die lustigen Nibelungen als Gast übernahm. Im März 2017 hatte sie die Ehre in Moskau beim Jubiläumskonzert der Europäischen Union mit der 9. Sinfonie von Beethoven (Dirigat Arthur Arnold) die Bundesrepublik Deutschland zu vertreten.

2016 sang Joo-Anne Bitter in Erl die Pamina in Mozarts
Zauberflöte sowie im Wagner’schen Ring des Nibelungen den Waldvogel (Siegfried) und Freia (Rheingold). An der Staatsoperette Dresden war sie als Marie in Smetanas Die verkaufte Braut zu erleben.

In den vergangenen Jahren führten sie Verpflichtungen nach China, Tschechien, an die Staatsoperette Dresden sowie das Staatstheater Meiningen, wo sie auch als Laura in Millöckers Der Bettelstudent zu sehen war. Ihr Bühnenrepertoire umfasst weitere ausgesuchte lyrische Sopran-Partien wie Agathe (Der Freischütz / Weber), Micaëla (Carmen / Bizet), Malwina und Janthe (Der Vampyr / Marschner) sowie Rosalinde (Die Fledermaus / Strauß).

Konzertverpflichtungen führten sie nach Russland, Mexiko, Norwegen, Tschechien, Italien und Österreich. Sie arbeitet mit international gefragten Orchestern wie Moskauer Symphony Orchester, Tschechisches Philharmonie Orchester, Karlsbader Symphonie Orchester u.a. und Dirigenten wie Gustav Kuhn, Libor Pešek, Arthur Arnold, Martin Lebel, Justin Brown u.a. zusammen.

Als Künstlerin sucht sich Joo-Anne Bitter gezielt Rollen, künstlerische Partner und Spielstätten und legt den Fokus konsequent auf die stete Weiterbildung ihres stimmlichen Potenzials. Bei der Wahl ihrer Engagements lässt sie sich dabei zunehmend auch von ihrem Selbstverständnis leiten, dass eine gefragte Sopranistin mit ihrer Stimme auch denen Gehör verleihen kann, die sozial benachteiligt sind. Zahlreiche Charity- und non-profit-Auftritte verhalfen ihr dabei zu dem Ruf einer altruistisch schaffenden und gesellschaftlich engagierten Künstlerin.